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Energie sparen in der eigenen Wohnung

Ob Strom- oder Heizkosten senken: Energiesparen ist für Wohnungseigentümer*innen in Mehrfamilienhäusern leicht möglich. Die eigene Wohnung und richtiges Verhalten bieten viele Sparmöglichkeiten. Wir zeigen, wie es geht.

Wie lassen sich Heizkosten sparen?

Heizenergie hat am gesamten Energieverbrauch in Haus und Wohnung einen Anteil zwischen 70 und 90 Prozent. In erster Linie geht es darum, so wenig Heizenergie wie möglich einzusetzen und kostbare Wärme in den Wohnräumen zu halten. Mit Leichtigkeit und geringen Investitionen lassen sich bereits Heizkosten sparen – und dank dadurch vermindertem CO2-Ausstoß auch das Klima schützen.

Wie lassen sich Heizkosten sparen?

Heizungsthermostate sind als Helfer fürs Sparen von Heizkosten vielfach unterschätzt. Den kleinen, unscheinbaren Geräten wohnt eine große Macht inne:

Mittels Thermostaten wird direkt am Heizkörper der Durchfluss an Heizwasser reguliert und damit die Wunschtemperatur eingestellt. Im Thermostatkopf befindet sich ein mit Flüssigkeit oder Gas gefüllter Temperaturfühler, der das Öffnen und Schließen des Ventils steuert. Der Temperaturregler einer Heizung reagiert auf die vorhandene Raumtemperatur. Am Thermostatkopf wird die Solltemperatur eingestellt.

• Ist es wärmer im Raum als die am Thermostatkopf eingestellte Temperatur, wird ein Stift am Ventilunterteil hereingedrückt. Die Öffnung des Ventils wird begrenzt oder verschlossen. So strömt weniger oder gar kein Heizwasser mehr in den Heizkörper.

• Ist es kälter im Raum als die am Thermostatkopf eingestellte Temperatur, wird das Ventil geöffnet. So kann mehr Heizwasser den Heizkörper durchströmen, bis die Solltemperatur erreicht ist. Dann schließt das Ventil automatisch etwas, um die Solltemperatur im Raum zu halten.

In den meisten Haushalten sind manuelle Thermostate zu finden. Nach etwa 15 Jahren lassen die Genauigkeit der Temperaturregelung und die Effizienz nach – ein Tausch steht an, den Sie mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung leicht selbst erledigen können. Pro Heizkörper benötigen Sie dafür etwa 10 Minuten. Wenn Sie schon dabei sind, die manuellen Thermostate zu ersetzen: Mit programmierbaren Thermostaten lassen sich im Vergleich im Schnitt etwa 10 Prozent Heizkosten sparen.

ArtFunktionsweiseKostenVorteileNachteile
manuelle HeizungsthermostateDurch manuelles Drehen am Knauf wird die gewünschte Einstellung gewählt.

ab 8 Euro

• sehr leicht bedienbar

• geringe Kosten

• so gut wie in allen Technik- und Baumärkten erhältlich

• Nicht programmierbar

• heizt ohne Eingriff kontinuierlich (auch bei geöffneten Fenstern

• Temperaturfühler anfällig für Wärmestau

programmierbare HeizungsthermostateDie Raumtemperatur lässt sich per Uhrzeit regeln und dafür entsprechende Profile anlegen.ab 10 Euro

• Heizzeiten individuell programmierbar

• kein manuelles Regel der Heizkörper mehr

• noch sparsamer in der Kombination mit Fensterkontakten 

• Batterien nötig

• etwas teurer als manuelle Thermostate

• heizt nach Programmierung, auch wenn niemand zu Hause ist

smarte HeizungsthermostatePer App auf Smartphone oder Tablet lassen sich die Thermostate auch aus der Ferne steuern. Oft lassen sich individuelle Benutzerprofile anlegen.ab 20 Euro – besonders effiziente Geräte zwischen 40 und 60 Euro

• bequem per App steuerbar

• sehr individuelle Steuerung

• Berichte über Heizverhalten und Einsparungen verfügbar

• Batterien nötig

• gute Modelle teuer

• zum Teil Kosten für Abo

• Datensicherheit und Software-Updates

RaumthermostateMeist an der Wand angebracht, steuert das Raumthermostat laut seiner Programmierung zentral alle Heizkörper.ab 20 Euro

• misst die tatsächliche Raumtemperatur

• mehrere Heizkörper zentral steuerbar • häufig mit Smart-Home-Systemen kompatibel

• Batterien nötig

• heizt nach Programmierung, auch wenn niemand zu Hause ist

Heizungsthermostate: alle Arten im direkten Vergleich

Heizungsthermostate sind eher unscheinbar, aber können einiges: Kosten und Energie sparen, das Klima schützen und den Wohnkomfort deutlich steigern. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Arten: manuelle, programmierbare, funkgesteuerte und besonders smarte.

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Rechnen sich auch bei Ihnen neue Thermostate?

Richtiges Lüften

Verbrauchte Luft raus, frische rein: Für einen gesunden Luftaustausch sollte drei bis vier Mal am Tag gelüftet werden – am besten mittels Stoßlüftungen. Damit dabei so wenig kostbare Wärme wie möglich verloren geht, sollten die Thermostate währenddessen gedrosselt sein. Elektronische Thermostate erkennen oft automatisch, wenn Fenster geöffnet werden und regeln dann selbstständig die Heizung runter.

Dauerlüften mit gekippten Fenstern bringt nur wenig Luftaustausch. Dafür geht die Heizkörper aufsteigende Warmluft verloren, die Wohnung kühlt aus.

Fenster und Türen abdichten

Um die kostbare Wärme in den beheizten Räumen zu halten, empfiehlt es sich Fenster und Türen abzudichten. Entsprechendes Dichtungsband aus Gummi gibt es günstig im Baumarkt. Die Innentüren zu schließen verhindert zudem, dass Wärme in wenig geheizte oder gar unbeheizte Räume sinnlos abzieht.

Zahlen Sie zu viel fürs Heizen? Prüfen Sie Ihre Heizkosten:

Mit dem Energiesparkonto können Sie Ihren Energieverbrauch sichtbar machen und Erfolge beim Energiesparen kontrollieren und die Werte mit denen von anderen Haushalten vergleichen.

Was tun, wenn die Heizung Probleme macht?

Werden die Heizkörper in der eigenen Wohnung nicht mehr warm oder kalt, kann das Thermostatventil feststecken. Das Problem können Sie selbst leicht mit wenigen Handgriffen lösen.

Bleiben hingegen die Heizkörper im gesamten Mehrfamilienhaus kalt oder werden nur ungleichmäßig warm, liegt das Problem bei der gemeinsam genutzten Heizungsanlage. Dann müssen Wohnungseigentümer*innen aktiv werden und umgehend einen Fachbetrieb informieren. Gleiches gilt, wenn die Heizungsanlage ungewöhnliche und störende Geräusche macht. Ein Ausfall könnte sich ankündigen. Faustregel: Stets vor einem möglichen Ausfall der Heizung aktiv werden. Teure Notreparaturen lohnen sich in der Regel langfristig nicht.

Generell sollte nach spätestens 15 Jahren ein Fachbetrieb die Heizungsanlage überprüfen. Viele Heizungen laufen dann nicht mehr effizient und neue Technik verspricht höhere Wirkungsgrade. Ziele: unnötige Reparaturen vermeiden, Heizkosten sparen und CO2-Ausstoß minimieren.

Nicht immer muss gleich die komplette Heizung getauscht werden, oft sind vergleichsweise kostengünstige und schnell umzusetzende Einzelmaßnahmen sinnvoll. Bereits ein hydraulischer Abgleich oder der Tausch der Heizungspumpe helfen beim gemeinsamen Energiesparen.

Heizung modernisieren und optimieren

Gemeinsam Heizkosten sparen und am besten auch noch das Klima schützen – da sind sich Wohnungseigentümer*innen in Mehrfamilienhäusern meist einig. Nicht immer muss gleich eine komplett neue Heizungsanlage im Keller einziehen, oft ist bereits der Tausch einzelner Komponenten sinnvoll.

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Ist der Stromverbrauch zu hoch?

Den meisten Strom verbrauchen Privathaushalte für Unterhaltungselektronik, danach folgen Kühlgeräte, Waschmaschinen und Trockner.

Haushalte in Mehrfamilienhäusern verbrauchen laut Stromspiegel 2019 durchschnittlich:

HaushaltsgrößeStromverbrauchmit elektrischer Warmwasseraufbereitung
1 Person1.500 kWh/Jahr2.000 kWh/Jahr
2 Personen2.100 kWh/Jahr3.000 kWh/Jahr
3 Personen2.600 kWh/Jahr3.900 kWh/Jahr
4 Personen3.000 kWh/Jahr4.500 kWh/Jahr
5 Personen3.600 kWh/Jahr5.500 kWh/Jahr

Tipp: Die Stromrechnung enthält etliche Zahlen, Tabellen und Diagramme – mit unserer Beispielrechnung erhalten Sie schnell den vollen Durchblick.

Verbrauchen Sie zu viel Strom? Machen Sie den Stromcheck:

Wie lassen sich Stromkosten sparen?

Geldbeutel und Klima schonen ist oft kinderleicht:

  • • Stand-by-Modus vermeiden, elektronische Geräte lieber ausschalten
  • • Haushaltsgeräte mit hoher Energieeffizienz kaufen, beste Klasse: A+++ – ab 2021 gilt neues Energielabel
  • • mit geschlossenen Topfdeckeln kochen
  • • Wäschetrockner adé: Wäsche lieber an der Luft trocknen
  • • Stromanbieter wechseln und am besten Öko-Strom bevorzugen

Verbraucherzentralen und Energieberater*innen helfen Ihnen vor Ort Stromfresser zu identifizieren und Sparmöglichkeiten zu finden.

Die 26 besten Stromspartipps: Strom sparen leicht gemacht

Von der Nutzung von Sparduschköpfen bis hin zum Austauschen der Heizungspumpe – es gibt viele Arten, zu Hause Strom zu sparen und so Kosten und CO2-Emissionen zu verringern. Mit unseren Tipps für Küche, Bad und Elektrogeräte senken Sie Ihre Stromrechnung garantiert.

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Sind Ihre Stromkosten zu hoch?

Autor: Jens Brehl