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Die Heizkosten sind ein Schwergewicht bei den Nebenkosten eines Gebäudes. Wohneigentümergemeinschaften tun gut daran, sie mit moderner Heiztechnik so gering wie möglich zu halten – auch, weil der Klimaschutz von niedrigem Verbrauch profitiert. Erfahren Sie hier, wo gespart werden kann, wie erneuebare Energiequellen genutzt werden können, welche Fördermöglichkeiten es gibt und vieles mehr.

Heizung modernisieren und optimieren

Heizung modernisieren und optimieren: Welche Möglichkeiten gibt es?

Gemeinsam Heizkosten sparen und am besten auch noch das Klima schützen – da sind sich Wohnungseigentümer*innen in Mehrfamilienhäusern meist einig. Nicht immer muss gleich eine komplett neue Heizungsanlage im Keller einziehen, oft ist bereits der Tausch einzelner Komponenten sinnvoll. Fast in jedem Fall gibt es vom Staat attraktive Förderungen, sodass sich Investitionen schneller auszahlen – besonders, wenn erneuerbare Energie zum Einsatz kommt.

Warum Heizung modernisieren?

Zwei Drittel der Heizanlagen in Deutschland sind unzureichend effizient, wie Zahlen des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) belegen. Damit einhergehen zu hohe Heizkosten und ein zu großer CO2-Ausstoß. Heizungslabel geben auch technischen Laien auf einen Blick Aufschluss, wie energie-effizient der Heizkessel ist – ähnlich wie bei Haushaltsgeräten. Das Label bringen Schornsteinfeger*innen kostenfrei an der Heizung an.

Nach etwa 15 Jahren arbeiten viele Heizungen nicht mehr effizient und Reparaturen werden häufiger notwendig. Bevor Störungen auftreten oder die Heizung komplett ausfällt, sollte ein Fachbetrieb die Heizungsanlage prüfen und klären, ob sie modernisiert oder gar ausgetauscht werden muss. Die bei einem Ausfall erforderlichen Notreparaturen rechnen sich in der Regel langfristig nicht.

Selbst wenn die Technik stets gut gewartet wurde, kann sie aus heutiger Sicht einen zu geringen Wirkungsgrad aufweisen. Bis zu 30 Prozent Energie kann gespart werden, wenn ein alter Kessel durch moderne Heiztechnik ersetzt wird. Erneuerbare Energien haben das größte Potenzial, Heizkosten zu senken.

Mit dem HeizCheck erfahren Sie, ob der Heizenergieverbrauch Ihres Gebäudes und Ihre Heizkosten zu hoch sind:

Was sind die häufigsten Heizarten?

Fossile Energieträger haben nach wie vor die Nase vorn: In Deutschland heizen private Haushalte am häufigsten mit Erdgas und Erdöl. Der Anteil von erneuerbarer Energie liegt bei 10,9 Prozent.

Alles Wissenswerte über Brennstoffe und Energieträger finden Sie im ausführlichen Fachartikel.

Welche Vorteile bieten erneuerbare Energien?

„Die Sonne schickt uns keine Rechnung“, betont der Journalist und Buchautor Franz Alt seit Jahren. Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern wie Öl oder Gas sind erneuerbare Energien unendlich verfügbar. Noch wird in Deutschland vergleichsweise wenig mit erneuerbaren Energien wie Wärmepumpe, Pellets und Solarthermie geheizt.

Die Investitionskosten für entsprechende Heizungen sind in der Regel höher, doch die laufenden Kosten niedriger. Zudem sind die Nutzer von Preisentwicklungen bei Brennstoffen unabhängig – außer bei Holzpellets und dem Strom für Wärmepumpen.

Mit erneuerbarer Energie lassen sich am meisten Heizkosten sparen und mehr für den Klimaschutz tun. Zudem lässt sich effiziente Brennwerttechnik mittels Hybridheizungen mit erneuerbarer Energie kombinieren.


Hier finden Sie weitere Informationen zu den Heizungsarten:

Wie lassen sich erneuerbare Energien sinnvoll beim Heizen einbinden?

Je nach Ausgangslage ist es durchaus möglich, ein Mehrfamilienhaus komplett mit erneuerbarer Energie zu Heizen und mit Warmwasser zu versorgen. Welche erneuerbaren Energien sinnvoll sind, hängt auch von örtlichen Gegebenheiten ab: Solarthermie benötigt eine geeignete Dachfläche mit genügend Sonneneinstrahlung, eine Pelletheizung einen Lagerraum für den Brennstoff.

So genannte Hybridheizungen verbinden mehrere Heizarten, wie beispielsweise Pelletheizung und Solarthermie miteinander. Auch moderne Gasbrennwertheizungen lassen sich mit erneuerbarer Energie, wie Wärmepumpe oder Solarthermie kombinieren. Die Investitionskosten sind höher, dafür die laufenden Kosten niedriger.

Hybridheizungen lassen sich zudem nachträglich ausbauen und erweitern und sind bereits seit Jahren erfolgreich im Einsatz.

In Kombination mit erneuerbarer Energie bieten Hybridheizungen viele Vorteile und nur wenige Nachteile:

VorteileNachteile
kombiniert sichere Verfügbarkeit von Wärme, weniger Heizkosten und mehr Klimaschutz vergleichsweise höhere Kosten für Kauf und Installation
zukunftssicher, weil nicht mehr von einer Energiequelle abhängigmehr mögliche Fehlerquellen durch komplexes Zusammenspiel der Technik
moderne Gasbrennwertheizungen auch nachträglich leicht mit erneuerbarer Energie zu kombinieren („Renewable Ready“)ggf. weiterhin von fossilen Energieträgern abhängig
viele Hybridheizungen dank modularem Aufbau flexibel und individuell erweiterbar
Förderprogramme für den Ausbau von Hybridheizungen mit erneuerbarer Energie

Alles Wissenswerte über Hybridheizungen finden Sie im Artikel „Hybridheizung: Arten, Vor- und Nachteile, Kosten und Förderung.“

Neue Heizung anschaffen oder bestehende modernisieren – was ist sinnvoller?

Spätestens nach 15 Jahren sollte ein Fachbetrieb die Heizungsanlage einer Generalinspektion unterziehen. Viele Heizungen arbeiten nicht mehr effizient und verursachen dadurch unnötig hohe Heizkosten. Auch die Heiztechnik hat sich weiterentwickelt und bietet gerade im Einbinden von erneuerbarer Energie besondere Möglichkeiten Heizkosten zu sparen und mehr für den Klimaschutz zu tun.

Welche Maßnahmen eignen sich, um eine bestehende Heizungsanlage zu modernisieren?

Wenn die bestehende Heizung technisch einwandfrei läuft und gesetzlichen Vorgaben entspricht, ist der Einbau einer komplett neuen Anlage meist nicht sinnvoll. In vielen Fällen lassen sich durch Einzelmaßnahmen und dem Tausch einzelner Komponenten bereits Heizkosten sparen. Aufwand und Investitionen sind vergleichsweise gering, zeigen oft jedoch große Wirkung. 

MaßnahmeGrundDauerKosten (Mehrfamilienhaus mit 900 m2)
hydraulischer AbgleichHandwerker*innen ermitteln die benötigte Wärme für jeden Raum und stellen Thermostate entsprechend ein. Heizwärme wird effizient im gesamten Gebäude verteilt.zwischen 6 und 7 Stundenab 1.600 Euro (deutlich mehr, wenn auch Ventile getauscht werden müssen)
alte Heizungspumpe gegen Hocheffizienzpumpe tauschenBesonders alte, ungeregelte Heizungspumpen passen sich nur unzureichend oder gar nicht dem tatsächlichen Heizbedarf an. Sie sind echte Stromfresser.etwa 2 Stundeninklusive Einbau zwischen 1.000 bis 1.500
Heizkessel tauschenDer alte Gasheizkessel wird gegen einen neuen, effektiveren Gasbrennwertkessel ausgetauscht. Der Wirkungsgrad ist deutlich höher, Heizkosten werden gespart..zwischen 1/2 und 2 Tageninklusive Einbau zwischen 20.000 und 25.000 Euro

Wann sich welche Maßnahmen lohnen und weiterführende Informationen finden Sie im Artikel „Neue Heizung kaufen & die Heizung modernisieren.“

Für Einzelmaßnahmen, um die bestehende Heizungsanlage zu modernisieren, gibt es attraktive Förderprogramme – ausführliche Informationen halten wir im Artikel „Förderung für den Austausch und die Optimierung der Heizung“ für Sie bereit.

Neue Heizung anschaffen: Worauf gilt es zu achten?

Eine neue Heizungsanlage anzuschaffen erfordert mehr Planung und deutlich höhere Investitionen, als eine bestehende mit Einzelmaßnahmen zu modernisieren. Frühzeitig eingebunden, können Fachbetriebe und Energieberater*innen sinnvolle Möglichkeiten prüfen – denn die „Heizung für alle“ gibt es nicht. Ausgangslage sind der Heizbedarf die Eigenschaften des Gebäudes und wie viel die Wohnungseigentümer*innen gemeinsam investieren möchten.

Zunächst steht die Wahl des Brennstoffs an: Gasheizungen sind im Vergleich günstig und moderne Brennwertkessel arbeiten mit hohen Wirkungsgraden sehr effizient. Erneuerbare Energien haben im Gegenzug das größte Potenzial Heizkosten zu sparen und einen hohen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten.

Durchschnittliche Kosten* eines Heizungseinbaus (Mehrfamilienhaus, 900 m2):

Fernwärme**etwa 5.000 Euro
Gasheizung (Brennwert)***20.000 bis 26.000 Euro
Ölheizung (Brennwert)***20.000 bis 26.000 Euro
Pelletheizung30.000 bis 60.0000 Euro
Brennstoffzellen-Heizung 30.000 bis 35.000 Euro
*** plus Solarthermie für Warmwasserca. 15.000 Euro
*** plus Solarthermie für Warmwasser und Heizungca. 25.000 Euro

* Die Kosten sind stark von den örtlichen Gegebenheiten abhängig und daher als Richtwerte zu verstehen.

** ungefähre Kosten für eine Übergabestation vom jeweiligen Fernwärme-Anbieter abhängig; oft auch mit entsprechend höherem Grundpreis abzahlbar.

Ersetzen sie eine alte Ölheizung, gewährt das BAFA einen größeren Zuschuss. Welche Förderungen es für den Austausch von Heizungen gibt, erfahren Sie im Artikel „Förderung für den Austausch und die Optimierung der Heizung“.

Neue Heizung kaufen & die Heizung modernisieren: Alle Infos, Schritt für Schritt

In unserem leicht verständlichen Fachartikel „Neue Heizung kaufen & die Heizung modernisieren: Alle Infos, Schritt für Schritt“ finden Sie ausführliche Informationen.

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Machen Sie den ModernisierungsCheck:

Wie schnell rechnet sich eine neue Heizung?

Eine neue Heizungsanlage amortisiert sich in der Regel erst nach zehn Jahren oder später. Je nachdem,

Da „die Heizung für alle“ nicht existiert und die jeweilige Ausgangslage und tatsächlicher Heizbedarf und das Heizverhalten sich massiv unterscheiden können, lässt sich keine pauschale Aussage treffen.

Lohnt sich der Umstieg von Öl auf Gas?

Gas bietet im Gegenzug zu Öl gleich mehrere Vorteile:

  • • keine Vorratshaltung und dadurch Platzersparnis
  • • keine Vorfinanzierung des Brennstoffs
  • • freie Anbieterwahl
  • • niedrigster CO2-Ausstoß der fossilen Energieträger

Mehr zum Umstieg von Öl auf Gas im Fachartikel.

Welche Förderungen für das Tauschen und Modernisieren von Heizungen gibt es?

Für das Tauschen und Modernisieren von Heizungen gibt es zahlreiche Förderungen:

  • • Das BAFA fördert 80 Prozent der Kosten für Energieberatung, die als Vorbereitung eines Heizungstauschs dient.
  • • Für den hydraulischen Abgleich und den Tausch der alten Heizungspumpe gegen eine Hocheffizienzpumpe zahlt das BAFA einen Zuschuss von
  • • Für eine neue Gas-Hybridheizung zahlt die BAFA einen Zuschuss von 30 Prozent – wird eine alte Ölheizung getauscht, sind es sogar 40 Prozent.
  • • Zusätzlich zu den BAFA-Förderungen bietet die KfW zinsgünstige Investitionskredite.

Förderung für den Austausch und die Optimierung der Heizung 2020

Alle Förderprogramme für Einzelmaßnahmen zum Modernisieren der bestehenden Heizung und dem Tausch der kompletten Anlage finden Sie übersichtlich geordnet und verständlich erklärt im Artikel „Förderung für den Austausch und die Optimierung von Heizungen “.

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Alternativen zur Ölheizung

Ab 2026 ist der Einbau von Ölheizungen aus Gründen des Klimaschutzes weitgehend verboten. Brennwertthermen mit Solarthermie, Holzpelletheizungen oder Wärmepumpen – es gibt viele umweltfreundliche Alternativen zur Ölheizung. Jede Variante hat Vor- und Nachteile und sollte auf das Haus abgestimmt sein. Ölheizungen sind meist relativ leicht zu Gasheizungen umrüstbar. Umweltfreundlicher sind Hybridgeräte als Kombination von Gas mit Wärmepumpe oder Solar. Weitere Infos erhalten Sie in im Artikel "Ölheizung: Welche Alternativen gibt es?".

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Autor: Jens Brehl